Maschinendaten befreien, ohne die Anlage anzufassen
Die Anlage wusste alles über die Produktion – sie erzählte es nur dem eigenen Hersteller.
Ausgangslage
Eine Produktionsanlage mit geschlossenem Leitsystem: Prozesswerte, Alarme und Chargendaten lagen ordentlich protokolliert im Historian des Herstellers. Wer sie außerhalb sehen wollte, brauchte eine Zusatzlizenz, einen Export oder Geduld – meistens alle drei.
Herausforderung
Die Daten sollten frei werden, ohne die Anlage zu gefährden: kein Eingriff in die Steuerung, kein Stillstand, keine Garantiefrage. Und das Leitsystem sollte bleiben, wo es ist – als Bedienoberfläche, nicht länger als Nadelöhr.
Lösung
Mithören statt Eingreifen: Die Kommunikation zwischen Steuerung und Feldgeräten wird passiv mitgelesen, die Protokolle wurden entschlüsselt und in eine offene Zeitreihen-Datenbank übersetzt. Darauf sitzen eine Live-Leitwarte, Auswertungen pro Charge und die Verbindung zum ERP. Wo Hersteller-Schnittstellen wie OPC UA sinnvoll sind, werden sie genutzt – nur eben nicht mehr gebraucht.
Beitrag
Protokollanalyse und Decoder, Datenstrecke und Datenbank, Leitwarte und Visualisierung, dazu die Abstimmung mit Produktion und Instandhaltung – damit am Ende niemand das Gefühl hat, dass jemand an seiner Anlage herumschraubt.
Ergebnis
Über tausend Prozesssignale laufen in Sekunden in eine offene Datenbank, statt am Monatsende als Export. Das Leitsystem bleibt Bedienoberfläche, die Abhängigkeit vom Hersteller ist weg – und die Produktion kann ihre eigenen Zahlen endlich selbst lesen.
Wirkung
ERGEBNIS„Zum ersten Mal fühlt sich unsere Digitalplattform an wie unsere — nicht wie gemietet."— Referenz auf Anfrage
