Gleiche Website, neues Fundament, null fremde Server
Die Website sieht aus wie immer – und genau das ist das Problem: Darunter läuft eine Version, für die niemand mehr Sicherheitslücken stopft. Wir tauschen das Fundament, ohne dass ein Besucher den Umzug bemerkt.
Die Herausforderung
Viele Websites von Instituten, Vereinen und Industriebetrieben wurden einmal sorgfältig gebaut und dann in Ruhe gelassen. Ein paar Jahre später laufen sie auf Drupal 8 oder 9 – beide ohne Sicherheitsupdates –, hängen an einer Distribution, die nie mitgewachsen ist, und laden nebenbei Schriften, Bibliotheken und Kartenkacheln von fremden Servern. Jede dieser Anfragen verrät die IP-Adresse der Besucher. Ein Upgrade an Ort und Stelle scheitert meist an Modulen, die es für die neue Version nicht mehr gibt. Und die Redaktion hat sich damit abgefunden, dass manche Fehler eben bleiben.
Was wir gebaut haben
- Neubau statt Operation am offenen Herzen: Alte Website und frisches Drupal 11 laufen als Klone nebeneinander. Konfiguration und Inhalte wandern per Skript hinüber – Seiten, Absätze, Medien, Menüs, Adressen, Rollen, Übersetzungen. Die Distribution bleibt draußen.
- Design 1:1: Das Theme wird nachgebaut, bis die Messung keinen Unterschied mehr findet: Seitenhöhe, Absätze, Bilder, Links und Wörter, im Browser verglichen mit der echten Live-Seite, nicht mit einer Kopie.
- Lücken geschlossen: Module ohne Drupal-11-Version ersetzen schlanke eigene Lösungen, etwa ein Glossar-Modul. Formulare bekommen unsichtbaren Bot-Schutz.
- Mitrepariert, was beim Umzug auffällt: Redaktionsrollen, die nie übertragen worden waren. Hunderte Weiterleitungen, die still abgeschaltet waren. Eine Sitemap mit 2 statt über 1.300 Adressen.
- Datenschutz ohne Fremdserver: Schriften und Bibliotheken liegen auf dem eigenen Server, Kartenkacheln kommen über einen eigenen Zwischenspeicher. Die Statistik läuft selbst gehostet mit Matomo und setzt Cookies erst, wenn die schlanke Einwilligungsleiste Ja gehört hat.
- Fehlerlisten, die kürzer werden: Bei einer zweisprachigen Industrie-Website standen zehn Punkte auf der Liste der Redaktion – englische Texte auf deutschen Seiten, Brotkrumen ins Leere, falsch verlinkte Kacheln. Alle zehn sind behoben und in beiden Sprachen geprüft.
Was es bringt
Beim Neubau einer Institutswebsite sind alle 7 Hauptseiten messgleich zur alten, über 22.000 deutsche Übersetzungen sind mitgekommen. Die Industrie-Website lädt auf keiner ihrer über 180 Seiten mehr etwas von einem fremden Server – nachgemessen im Browser, nicht bloß im Quelltext. Die Umschaltung ist ein eigener Schritt mit Vorschau, Abnahme und Rückweg. Für die Besucher ändert sich nichts. Für die Sicherheitsupdates alles.
Für wen das passt
Forschungseinrichtungen, Bildungshäuser, Vereine und Industriebetriebe, deren Drupal- oder WordPress-Website am Support-Ende angekommen ist und deren Datenschutzerklärung mehr verspricht, als der Quelltext hält. Wir bauen und betreuen Websites seit über zehn Jahren, viele davon lange nach dem Relaunch. Wer eine Redaktion hat, die weiterarbeiten soll, und keine Lust auf einen Relaunch mit neuem Design als Zwangsbeigabe: Ein Redesign-Vorschlag kann als eigene Vorschau danebenstehen – muss aber nicht.